Tim Skarke und der Traum von der Bundesliga

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Tim Skarke im Spiel gegen Werder Bremen. Foto: Arthur Schönbein

Flügelspieler lehnt erstes Vertragsangebot der Lilien ab

Tim Skarke spielt seit Sommer 2019 beim SV Darmstadt 98. Ob er auch kommende Saison für die Lilien am Ball ist, steht allerdings noch nicht fest. Denn bei den Vertragsverhandlungen mit den Lilien ist die erste Runde gescheitert, wie der 25 Jahre alte Flügelspieler in einer Medienrunde sagte.

Tim, mit ein bisschen Abstand – wie habt ihr die Niederlage gegen Werder verdaut?

Das Spiel war schon mit vielen Emotionen verbunden – vor allem, weil wir nach 20 Minuten in Unterzahl waren. Wir haben uns als Team gesagt, dass wir es nur zusammen schaffen können. Es war wichtig zu sehen, dass jeder alles reinwirft. Dass es zum Ende nicht gereicht hat, ist natürlich schade. Aber jetzt ist das abgeschlossen und es geht in die Länderspielpause. Und danach geht es in die Endspiel-Wochen. Da ist es wichtig, dass wir als Team zusammenhalten.

Auch wenn man keinen Sündenbock suchen sollte – die Wende im Spiel war die Rote Karte für Klaus Gjasula. Wie seid ihr damit als Team umgegangen?

Ein Sündenbock müssen wir nicht suchen. Ich liebe die Art, wie Klaus Fußball spielt, seine Aggressivität, wie er als Leader uns nach vorne peitscht. Ich stand in der Szene daneben, das war für mich keine klare Fehlentscheidung, bei der der VAR hätte einschreiten müssen. Das Wichtigste ist, dass dem Bremer Spieler nichts passiert ist. Klaus hat sich bei uns entschuldigt. Das zeigt, was er für einen Charakter hat. Aus meiner Sicht hätte er das aber nicht tun müssen. Wenn so etwas passiert, stehen wir als Mannschaft zusammen.

Du spielst in den vergangenen Wochen sehr stark, hast viel Power und Präsenz auf dem Platz und gehörst oft zu den besten Spielern. Woran liegt das aus deiner Sicht?

Ich bin einfach glücklich, dass ich nach der langwierigen Verletzung wieder fit bin. Auf dem Platz versuche ich, einfach meinen Kopf auszuschalten und das Bestmögliche für das Team zu tun. Und das scheint mir sehr gut zu tun.

Du hast eben von den Endspiel-Wochen gesprochen. Was ist noch drin für die Mannschaft?

Wir wissen alle, dass wir zwar gegen Bremen verloren haben. Aber wir haben den Anschluss nicht verloren. Für uns gilt es, von Woche zu Woche zu sehen. Wir brauchen den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Wir haben so eine gute Ausgangsposition und können uns mit einem Sieg gegen Kiel weiter bestärken.

Wie wahrscheinlich ist es, dass Tim Skarke nächste Saison in der Bundesliga spielt?

(Lacht) Ich hoffe, wir schaffen es, mit Darmstadt 98 hochzugehen. Ansonsten schauen wir mal, was passiert. Natürlich träumt jeder Junge davon, in der Bundesliga zu spielen. Die Verhandlungen mit Darmstadt laufen. Ich fühle mich hier sehr wohl. Ich bin glücklich. Aber in den letzten Wochen habe ich aber vor allem versucht, im Kopf für die Spiele frei zu sein. Für mich zählt im Moment nur die Situation mit Darmstadt. Das erste Angebot haben wir abgelehnt. Jetzt gehen die Verhandlungen ganz normal weiter.

Von Stephan Köhnlein

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