Sanierung Ortsdurchfahrt Leeheim

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Die Ortsdurchfahrt Leeheim soll saniert werden. Archivfoto: Stadt Riedstadt

Reger Austausch beim digitalen Dialog

Riedstadt – Das Interesse und die Beteiligung waren enorm: 151 Teilnehmende zählte Moderatorin Kristina Oldenburg von der Firma Kokonsult zwischenzeitlich bei dem ersten digitalen Dialog zur Sanierung der Ortsdurchfahrt Leeheim. Die Chatmöglichkeit wurde rege genutzt, um Fragen nach Umleitungsstrecken und Parkmöglichkeiten zu stellen, aber auch Hinweise zu geben wie etwa auf die Gefahren für Radfahrer.

Bürgermeister Marcus Kretschmann begrüßte zu der Auftaktveranstaltung der Bürgerbeteiligung für das größte Infrastrukturprojekt in der Büchnerstadt Riedstadt: Über fünf Jahre lang werden ab 2023 sowohl die veraltete und unterdimensionierte Kanalisation, als auch die marode Straße der Ortsdurchfahrt Leeheim saniert. „Wir haben lange darauf hingewirkt, dass Hessen Mobil saniert“, erklärte der Bürgermeister.

Denn die Ortsdurchfahrt ist eine Landesstraße und damit im Besitz des Landes, die Kanalisation und die Bürgersteige wiederum gehören der Stadt. Um Kosten, Zeit und die Unannehmlichkeiten der Bauphase für die Bürger*innen so gering wie möglich zu halten, wollte die Stadt aber, dass in einem Rutsch saniert wird und musste lange auf einen positiven Bescheid des Landes warten. Und wenn schon die ganze Straße aufgerissen werden muss, bietet sich die Chance, sich Gedanken über eine verbesserte Straßenraumaufteilung und die Neugestaltung von Bürgersteigen, Grünflächen und Bushaltestellen zu machen.

„Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen“, betonte Kretschmann. Denn so früh wie noch nie und mit einer ganz neuen Form der Bürgerbeteiligung will die Stadt nicht nur informieren, sondern Anregungen und Hinweise aus der Bevölkerung mit in die Planung einbeziehen. Dafür wurde eine eigene Projektwebseite www.ortsdurchfahrt-leeheim.de eingerichtet, in der es laufend aktualisierte Informationen zu der Sanierung gibt und vielfältige Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung. Betreut wird dieser Prozess von der Firma Kokonsult aus Offenbach.

Beim Auftakt-Dialog waren von Kokonsult Moderatorin Kristina Oldenburg und Prozessbegleiter Vincent Robiffer dabei, von städtischer Seite neben dem Bürgermeister außerdem Stadtwerkeleiterin Saskia Kirsch, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Umweltplanung Joachim Götz sowie weitere Verwaltungsmitarbeitende.

Projektleiter Steffen Holz vom Planungsbüro Sweco gab einen anschaulichen Überblick über die Ausgangslage und zeigte Fotos der maroden Kanalisation und der vielfältigen Straßenschäden, aber auch einen detaillierten Plan der Ortsdurchfahrt, der Schwierigkeiten der Straßenraumaufteilung im schmalen Bereich der Ortsmitte aufzeigte. Viele Chatbeiträge drehten sich um das Thema der Sicherheit von Radfahrern auf der Ortsdurchfahrt.

Stadtwerkeleiterin Kirsch wies bei der Frage nach Glasfaserausbau und verbesserter Stromkapazität darauf hin, dass die Versorger alle an der Maßnahme beteiligt würden und – wie auch bei anderen Bauvorhaben üblich – vorsorglich Leerrohre auf beiden Straßenseiten verlegt würden.

Informationsbedarf und Sorgen gab es zum Thema Umleitungen. Der überörtliche Verkehr werde weiträumig umgeleitet, innerorts werde es je nach Bauabschnitt unterschiedliche Umleitungen geben, erläuterte Holz.

Viel Lob gab es von den Teilnehmenden zu dem Format des digitalen Dialogs. Alle Chatbeiträge werden nun von Kokonsult dokumentiert und auf der Internetseite veröffentlicht. Dies war erst der Auftakt: bis zum 3. Januar kann in Form von digitalen Posts auf der Seite weiter Resonanz gegeben werden. Alle Ergebnisse werden dann Ende Januar auf der Internetseite veröffentlicht und dienen als Grundlage für den weiteren Dialogprozess. Außerdem werden die Antworten auf alle Fragen in den FAQ (frequently asked questions) veröffentlicht und laufend ergänzt. Auch in der Bauphase soll der Dialog fortgesetzt werden. 

ggr

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