Long-Covid-Betroffene treffen sich

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Selbsthilfebüro des Kreises organisiert Austausch in Groß-Gerau

Kreis Groß-Gerau – Gerade hatten Sie Ihr Leben noch „voll im Griff“, waren aktiv und fühlten sich gesund. Aber nach Ihrer Covid-19-Erkrankung ist nun alles anders? Vielleicht gehören Sie zu denjenigen, die noch lange nach der Infektion mit Kraftlosigkeit, Gefühlsschwankungen, Gedächtnislücken und Schmerzen zu kämpfen haben? Covid-19 kann Schädigungen von Nerven und Organen hervorrufen, die sich in sehr unterschiedlichen Symptomen zeigen.

Die Genesung braucht Zeit und fordert viele Umstellungen. Um sich in dieser Situation gegenseitig beizustehen und zu stützen, können sich Betroffene in Groß-Gerau nun in einer Selbsthilfegruppe vernetzen und austauschen. Die Idee dazu kommt von einer Betroffenen, die berichtet:

„Unmittelbar nach der Erkrankung brauchte ich viel Unterstützung, um meinen Alltag bewältigen zu können. Dazu kamen wiederkehrende Schmerzen und die Angst nicht wieder gesund zu werden. Ich fühlte mich unverstanden und alleingelassen. Man sieht mir meine Krankheit nicht an, weshalb es für mein Umfeld schwer nachvollziehbar ist, welche Mühe ich habe, damit klar zu kommen. Ich musste mein Leben komplett neu takten. Bis heute leide ich an Kraftlosigkeit, Gedächtnislücken und schon bei leichter Anstrengung treten Schmerzen am ganzen Körper auf. Die Unberechenbarkeit macht mir zu schaffen, weil vieles nicht mehr planbar ist.“

Interessierte können sich für weitere Informationen an das Selbsthilfebüro Groß-Gerau, Tel: 06152 989470, selbsthilfe.gross-gerau@paritaet-projekte.org, wenden. Die Gründung wird durch das Selbsthilfebüro unterstützt, funktioniert aber ohne fachliche Leitung als selbstorganisierter Zusammenschluss Betroffener. Es handelt sich nicht um ein therapeutisches Angebot. Die Teilnahme ist kostenlos.

ggr

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