Der Schwerpunkt im neuen Frühjahrsprogramm des Literaturhauses der Wissenschaftsstadt Darmstadt liegt auf dem Thema „Bewegte Frauen“. Im Mittelpunkt stehen daher Lesungen zeitgenössischer Autorinnen sowie neue Formate zur Literaturvermittlung und Veranstaltungen zu literarischen Jubiläen. Das vollständige Programm ist online auf www.literaturhaus-darmstadt.de/programm/einsehbar. Das gedruckte Programmheft liegt zudem ab sofort an vielen öffentlichen Stellen aus. Eintrittskarten für die Lesungen im VVK gibt es bei ztix.de, Restkarten an der Abendkasse.
Oberbürgermeister und Kulturdezernent Hanno Benz dazu: „Möglichst viele Menschen mit unseren städtischen Kulturangeboten zu erreichen, bleibt unser Ziel – auch in finanziell herausfordernden Zeiten. Für das kommende Frühjahrsprogramm wünsche ich dem Team hinter dem Literaturhaus Darmstadt wieder viel Erfolg und all seinen Besucherinnen und Besuchern viel Freude und interessante Einblicke.“
Den Auftakt der Lesungsreihe bildet Judith Hermann am 13. März um 19 Uhr. Die Autorin, die zu den prägenden Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur zählt, liest aus ihrem aktuellen Werk. Moderiert wird der Abend von Sandra Kegel, Feuilletonleiterin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Hermann wurde insbesondere mit ihren Erzählbänden bekannt und beschäftigt sich in ihren Texten häufig mit Fragen von Beziehung, Erinnerung und biografischen Umbrüchen.
Am 17. März, 19 Uhr, folgt eine Lesung mit Daniela Dröscher, die ihren Roman „Junge Frau mit Katze“ vorstellt. Dröscher ist Trägerin des Anna-Seghers-Preises. Der Roman ist eine Art Fortsetzung zu „Lügen über meine Mutter“ und thematisiert Elas eigene Kämpfe, die ihrer Mutter ähneln, aber nun aus einer selbstbestimmten Perspektive betrachtet werden.
Susanne Röckel ist am 24. März zu Gast. Ihr neuer Roman ist im Darmstadt des Jahres 1968 angesiedelt und verknüpft individuelle Lebensgeschichten mit historischen und politischen Umbrüchen. Röckel wurde unter anderem mit dem Friedrich-Hölderlin-Förderpreis ausgezeichnet. Die Lesung findet ab 18:30 Uhr im Haus der Geschichte statt. Vor der Veranstaltung ab 18 Uhr können die erhaltenen Prozessakten des Hessischen Staatsarchivs im Lesesaal im Haus der Geschichte eingesehen werden.
Eine weitere Lesung bestreitet Lena Gorelik am 21. April um 19 Uhr. Die Autorin liest aus „Alle meine Mütter“, einem Buch, das familiäre Beziehungen, Migrationserfahrungen und Fragen von Identität thematisiert. Gorelik ist auch als Essayistin und Kommentatorin gesellschaftspolitischer Debatten bekannt.
Zum Abschluss der Reihe ist am 29. April um 19 Uhr Dorothee Elmiger im Literaturhaus zu Gast. Elmiger erhielt 2025 den Deutschen Buchpreis. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch essayistische Erzählformen und die Verbindung literarischer, politischer und ökonomischer Fragestellungen aus.
Am 5. Mai, 19 Uhr, folgt das Feministische Quartett, das ausgewählte Titel feministischer Literatur diskutiert.
Neben den Lesungen erweitert das Literaturhaus sein Vermittlungsangebot. Am 24. Februar, 19 Uhr, stellt die Darmstädter Jury „Buch des Monats“ vier Romane des Jahres 2025 vor. Ziel des Formats ist es, aktuelle Literatur kritisch einzuordnen und dem Lesepublikum Orientierung zu bieten.
Ein weiterer Programmschwerpunkt liegt auf literarischen Jubiläen. Am 31. März um 19 Uhr widmet sich eine Veranstaltung dem Werk von Kurt Drawert anlässlich seines 70. Geburtstags. Drawert gilt als wichtiger Vertreter der Gegenwartsliteratur, der Lyrik, Prosa und Essays gleichermaßen geprägt hat.
Am 18. Mai, 19 Uhr, erinnert das Literaturhaus an Ingeborg Bachmann, die im Sommer 2026 hundert Jahre alt geworden wäre. Bachmann zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Fortgeführt werden außerdem die Abende der Textwerkstatt; sowie zwei Veranstaltungen im Rahmen des Formats „Huch, ein Buch“, das Schulklassen einen niedrigschwelligen Zugang zu Literatur ermöglicht.

