Die HEAG mobilo nutzt die diesjährigen Sommerferien, um die Haltestelle „Goethestraße“ der Linien 3 und 7 in Bessungen barrierefrei auszubauen. Damit nutzt die HEAG mobilo den aufgrund der Bauarbeiten am International House notwendigen Schienenersatzverkehr auf diesem Streckenabschnitt und zieht einen Teil der geplanten Maßnahmen des Projekts „Infrastruktur-Grunderneuerung entlang der Linie 3“ (IGEL3) vor. An der Haltestelle ermöglicht das Verkehrsunternehmen dadurch seinen Fahrgästen einen komfortablen und modernen Einstieg in seine Straßenbahnen. „IGEL3 ist ein wichtiges Projekt für die Mobilität im Stadtteil“, erklärt Paul Georg Wandrey, Mobilitätsdezernent der Wissenschaftsstadt Darmstadt und führt aus: „Gleichzeitig bauen wir im Bestand und müssen auf viele Randbedingungen achten – und vor allem auf die Anwohnenden. Deswegen haben wir die Planung dieses komplexen Infrastrukturprojekts in den vergangenen Jahren noch einmal überarbeitet“. Auch ein Baubeginn für die weiteren Maßnahmen steht fest: Ab dem Jahr 2028 soll die Infrastruktur in weiteren Abschnitten zwischen Karlstraße und Landskronstraße erneuert werden. Der genaue Zeitplan ist allerdings vom Verlauf zweier noch anstehender Planfeststellungsverfahren abhängig.
Arbeiten im Haltestellenbereich beginnen Anfang Mai 2026
Bereits Anfang Mai finden erste Arbeiten im Bereich der Haltestelle „Goethestraße“ statt. Da die neue Haltestelle auf 45 Meter verlängert wird und damit in den heutigen Straßenraum hineinragen würde, rückt die Klappacher Straße an dieser Stelle näher an den Wolfskehlschen Park heran. In den Sommerferien, nach Abschluss des Heinerfests, werden dann die Gleise im Haltestellenbereich erneuert, die noch aus dem Jahr 1970 stammen. Anschließend baut die HEAG mobilo dann die beiden Haltepunkte der Haltestelle unter Straßenbahnbetrieb barrierefrei aus. Neben einem taktilen Leitsystem und einem digitalen Informationsanzeiger mit Text-to-speech-Funktion umfasst die Neugestaltung auch ein Hochbord mit einer Höhe von 25 Zentimetern – und damit fünf Zentimeter höher als an bisherigen Haltestellen. Das höhere Bord soll mobilitätseingeschränkten Fahrgästen den Einstieg ins Fahrzeug weiter erleichtern. „Endlich können wir anfangen, auch in Bessungen die Straßenbahninfrastruktur für unsere Fahrgäste weiter zu verbessern “, sagt HEAG mobilo-Geschäftsführer Johannes Gregor. „Mit der neuen Bahnsteighöhe werden wir nach und nach das Spaltmaß zwischen Bahnsteig und Fahrzeugen verringern. Es wird nochmal einfacher, mit Rollstuhl oder Kinderwagen mit uns unterwegs zu sein!“
Parallel zu den Baumaßnahmen an der Haltestelle erneuert die HEAG mobilo in den Sommerferien im Kreuzungsbereich der Landskronstraße mit der Ludwigshöhstraße fünf Fahrleitungsmaste. Dies hat auch Auswirkungen auf die Verkehrsführung im Kreuzungsbereich.
Kanal in der Moosbergstraße wird erneuert
Im Zuge des IGEL3-Projekts wird die Moosbergstraße zwischen der Ludwigshöhstraße und der Kiesbergstraße für den Schienenersatzverkehr ertüchtigt. Die Baumaßnahme umfasst rund 80 Meter Kanalbau inklusive zweier Kanalschächte sowie die grundhafte Erneuerung von rund 700 m² Fahrbahn zwischen den Bordsteinen.
Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Juni 2026 mit dem Kanal am Knotenpunkt Moosbergstraße/Kiesbergstraße beginnen und etwa sechs Monate andauern. Der Bau erfolgt abschnittsweise in Richtung Osten (Ludwigshöhstraße). Nach dem Abschluss der Kanalarbeiten folgt der grundhafte Ausbau der Fahrbahn in Asphaltbauweise. Der Abschluss der Baumaßnahme ist für Ende November, Anfang Dezember 2026 geplant.
In den kommenden Monaten werden die Wissenschaftsstadt Darmstadt und HEAG mobilo Anwohner und Gewerbetreibende detaillierter über die geplanten Baumaßnahmen im Rahmen von IGEL3 informieren. Ein nächster Schritt ist die Einreichung der Planfeststellungsunterlagen zum barrierefreien Ausbau der Haltestelle „Heinrichstraße“. Noch in der ersten Jahreshälfte sollen Bauablauf und Bauphasen der 2028 beginnenden Hauptbaumaßnahme in einer Magistratsvorlage festgelegt und zur Beschlussfassung den städtischen Gremien vorgelegt werden. „Unser Ziel ist es nach wie vor, die Infrastruktur für die Menschen in Bessungen zu erneuern. Gleichzeitig wollen wir durch eine möglichst kurze Bauzeit die Auswirkungen auf Anwohnende und Gewerbetreibende so gering wie möglich halten“, so Wandrey.

