Die Löschmaßnahmen auf dem Areal der Gesellschaft für Schwerionenforschung im Stadtteil Wixhausen dauerten bis in die frühen Morgenstunden an. Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten werden sich über den Freitag (6.) erstrecken. Die Höhe des entstandenen Sachschadens lässt sich zur Stunde nicht schätzen. Zur Brandursache ermittelt die Polizei.
Am Donnerstag (5.) um ca. 6.30 Uhr wurde die Feuerwehr Darmstadt über die automatische Brandmeldeanlage und über Notruf 112 über einen Brand informiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde ein Brand in einer Industriehalle festgestellt. Dort brannten industrieübliche Einrichtungen wie elektrische Anlagen, Büroarbeitsplätze und Werkstattausstattung. Trotz schnellen Eingreifens der ersten Kräfte konnte sich der Brand auf weite Teile der Industriehalle ausbreiten. Menschen wurden nicht verletzt.
Aufgrund des Großbrandes entstand eine weithin sichtbare Rauchwolke. Aus Sicherheitsgründen wurden die betroffenen Bürgerinnen und Bürger über Warnapps angehalten, den Bereich zu meiden. Die Aufforderung, Türen und Fenster geschlossen zu halten, wurde inzwischen aufgehoben.
Die Feuerwehr richtete eine Messzentrale ein und führte Messungen an der Brandstelle und im Stadtgebiet durch. Es konnten während der gesamten Einsatzdauer keine Gefahrstoffe nachgewiesen werden. Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr.
Neben der gesamten Feuerwehr Darmstadt bestehend aus Freiwilliger Feuerwehr und Berufsfeuerwehr waren aufgrund der komplexen Brandbekämpfungsmaßnahmen auch zahlreiche Kräfte aus der Umgebung im Einsatz (Werkfeuerwehr Merck, Werkfeuerwehr Fraport, Werkfeuerwehr InfraServ Wiesbaden, Berufsfeuerwehr Ludwigshafen, Feuerwehr Offenbach, Feuerwehr Hanau, Feuerwehren aus den Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau und Offenbach, Brandschutzaufsichtsdienst Regierungspräsidium Darmstadt, Brandschutzaufsichtsdienst Innenministerium, Deutsches Rotes Kreuz, Landespolizei mit Polizeihubschrauber, Technisches Hilfswerk, Kanalfachunternehmen mit Saugfahrzeugen zum Abtransport von Löschwasser, Kranfachunternehmen mit Spezialkran als Arbeitskorb zur Durchführung von Löscharbeiten von oben).
Im Verlauf des Einsatzes verschafften sich Oberbürgermeister Hanno Benz, Feuerwehr- und Ordnungsdezernent Paul Georg Wandrey, Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels, der hessische Innenminister Roman Poseck und Regierungspräsident Jan Hilligardt einen Eindruck von der Situation vor Ort und dankten den beteiligten Einsatzkräften.

