Freude und Sorge um die beiden Pfeiffers

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Patric Pfeiffer ist einer der Leistungsträger beim SV Darmstadt 98. Foto: Arthur Schönbein

Darmstadt schließt Hinrunde als Tabellenzweiter ab

Der eine war der Matchwinner, der andere sorgte mit seiner Verletzung für den einzigen Wermutstropfen aus Sicht des SV Darmstadt 98 – Patric und Luca Pfeiffer standen bei der Partie der Lilien gegen den SC Paderborn im Fokus.

Patric Pfeiffer zeigt seit Wochen in der Innenverteidigung des SV Darmstadt 98 starke Leistungen. Nun gelang dem 22-Jährigen endlich auch sein erstes Saisontor. Mit seinem Kopfball nach einer Ecke von Fabian Holland sicherte der gebürtige Hamburger mit ghanaischen Wurzeln den Lilien Platz zwei zum Ende der Hinrunde – die bislang beste Zweitliga-Hinrunde der Lilien-Geschichte. Kuriosum am Rande: Für Holland, der den Standard in Vertretung des bereits ausgewechselten Tobias Kempe trat, war es laut Trainer Torsten Lieberknecht die erste Ecke seit der E-Jugend.

„Wir haben uns für Paddy gefreut, weil ihm die Torgefährlichkeit noch gefehlt hat“, sagte Lieberknecht nach dem Spiel über den Torschützen. Gerade bei Standards könne der 1,96-Meter-Mann noch mehr Wucht entwickeln. Wenn ihm das öfter so gelinge wie gegen Paderborn, stehe ihm die Tür in alle Richtungen offen.

“Fast den Knochen gesehen” – Luca Pfeiffer fehlt vorerst

Pfeiffers Namensvetter und Teamgefährte Luca sorgte dagegen für den einzigen Wermutstropfen des Nachmittags aus Darmstädter Sicht. Nach einem Foul von Paderborns Uwe Hünemeier musste der 25 Jahre alte Angreifer mit einer tiefen Fleischwunde kurz nach der Pause vom Platz. „Man hat schon fast den Knochen gesehen“, sagte Lieberknecht über die Verletzung. Für das letzte Spiel des Jahres am kommenden Sonntag bei Jahn Regensburg werde Pfeiffer (bislang zwölf Saisontore) voraussichtlich ausfallen.

Schiedsrichter Daniel Schlager ahndete die Aktion Hünemeiers nicht. Bereits im ersten Durchgang hatte er gegen Sven Michel beide Augen zugedrückt, als er dessen Aktion mit gestrecktem Bein und offener Sohle gegen Klaus Gjasula nur mit Gelb ahndete. Einen Kommentar über den Schiedsrichter wollte der Lilien-Coach nicht abgeben. Auf die Frage, wie er die beiden Fouls gesehen habe, antwortete er knapp: “Als Fouls.”

Sehr zufrieden zeigte sich der Lilien-Coach darüber, wie seine Mannschaft gegen die Paderborner Dreierkette agierte. Zuletzt bei der Heimniederlage gegen Düsseldorf, aber auch schon gegen andere Teams mit dieser Grundformation hatten sich die Darmstädter bislang schwergetan. „Wir hatten über die ganzen 90 Minuten eine sehr gute Struktur gegen den Ball“, sagte er. Seine Mannschaft habe das bis auf wenige Ausnahmen fantastisch umgesetzt.

Von Stephan Köhnlein

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