Ex-Eintracht-Keeper Koitka wird 70

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Jupp Koitka lebt sehr zurückgezogen, deshalb gibt es kein aktuelles Bild von ihm. Foto: Jan Huebner

117 Partien für Frankfurt zwischen 1975 und 1979

Er stammt aus dem Bochumer Stadtteil Wattenscheid und machte seine ersten Schritte als Fußball-Profi bei der SG Wattenscheid 09. Mit 23 Jahren wechselte der Torhüter zur Eintracht nach Frankfurt. Für die Eintracht bestritt er bis 1979 in 117 Partien zwischen den Pfosten. Am 12. Februar wurde Heinz-Josef „Jupp“ Koitka 70 Jahre alt.

Sein ehemaliger Mitspieler Dr. Peter Kunter beschreibt Koitka als „ruhigen und unauffälligen“ Menschen. Während seiner Zeit im Adlerdress debütierte Koitka 1977 für die B-Nationalmannschaft. Zu Beginn des Jahres 1979 löste ihn Jürgen Pahl im Tor ab, Koitka wechselte zu Rot-Weiß Lüdenscheid und im Sommer 1980 dann zum Hamburger SV. Dort erhielt er zunächst etwas überraschend den Vorzug vor dem für eine deutlich höhere Ablöse verpflichteten Uli Stein.

Größte Erfolge mit dem Hamburger SV

Im späteren Verlauf des Spieljahres 1980/81 verlor Koitka seinen Stammplatz im HSV-Tor. Am Jahresende 1981 teilte HSV-Trainer Ernst Happel Koitka mit, trotz Vertrags bis 1983 nicht mehr mit diesem zu planen, strich ihn aus dem Aufgebot.

Zur Saison 1982/83 wechselte Koitka zu Alemannia Aachen. Dort spielte er zwei Jahre lang und kehrte dann zur SG Wattenscheid 09 zurück. Von 1987 bis 1990 spielte er noch einmal für den Hamburger SV. Insgesamt bestritt er als Torwart von 1975 bis 1990 142 Bundesliga-Partien, 91 für Frankfurt und 51 für Hamburg. Dazu kamen 278 Einsätze im jeweiligen Unterbau der Bundesliga.

Koitkas größter Erfolg war der Gewinn der deutschen Meisterschaft 1982 mit dem Hamburger SV, nachdem er in der Vorsaison Vizemeister geworden war. 1982 erreichte er als Ersatztorhüter hinter Stein das UEFA-Cup-Endspiel.

Nach der Profi-Karriere beim DFB

Im Jahr 1990 beendete Koitka seine Karriere beim HSV. Danach ging er zu seinen Wurzeln nach Wattenscheid zurück, wo er bei der SG Wattenscheid 09 als Trainer und Torwarttrainer beschäftigt war. Von 1992 bis 1994 arbeitete er als Assistenztrainer bei Schalke 04. Von 1998 bis 2007 war er Angestellter beim DFB und dort unter anderem für das Torwarttraining der U21-Nationalmannschaft verantwortlich; außerdem war er als Beobachter tätig. Sein Sohn Kai spielte von 2003 bis 2006 und 2012 bis 2014 ebenfalls bei Wattenscheid 09.

Was Koitka heute macht oder wie es ihm geht, ist nicht bekannt. Gerne hätte die Redaktion von Eintracht Frankfurt mit Koitka anlässlich seines 70. Geburtstags persönlich gesprochen. Doch der Jubilar sei trotz tagelanger Recherche partout nicht aufzufinden, hieß es auf der Homepage. Eben ein „ruhiger und unauffälliger Mensch“.

Von Stephan Köhnlein

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