Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung vom 25. Februar die Zahlung einer Aufwandsentschädigung für Personen beschlossen, die in der Freiwilligen Feuerwehr ehrenamtlich als Brandschutzerzieherin oder -erzieher, Kleiderwartin oder -wart, Atemschutzkoordinatorin oder -koordinator sowie Hauswartin oder Hauswart tätig sind.
„Mit der nun beschlossenen Aufwandsentschädigung für ehrenamtlich tätige Personen wollen wir einen zusätzlichen Anreiz für das Engagement in diesem für den Schutz der Bevölkerung wichtigen Bereich setzen“, erklärt dazu der für die Feuerwehr zuständige Stadtrat Paul Georg Wandrey. „Der vorbeugende Brandschutz stellt einen wesentlichen Bestandteil der öffentlichen Sicherheit dar und dient sowohl dem Schutz von Leben und Gesundheit als auch der Bewahrung von Sachwerten.“ Insbesondere die Brandschutzerziehung und -aufklärung seien dabei zentrale präventive Maßnahmen, um die Bevölkerung frühzeitig für Brandgefahren zu sensibilisieren und richtiges Verhalten im Gefahrenfall zu vermitteln. „Diese Aufgaben tragen maßgeblich dazu bei, die Entstehung von Bränden zu verhindern, die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger zu stärken, sowie im Ernstfall eine effektive Selbst- und Fremdhilfe zu ermöglichen“, so Wandrey weiter. „Vor diesem Hintergrund kommt der strukturierten und flächendeckenden Durchführung von Maßnahmen der Brandschutzerziehung und -aufklärung eine besondere Bedeutung zu. Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge und damit von erheblichem öffentlichem Interesse.“
Obwohl die Brandschutzerziehung als wichtige Präventionsmaßnahme aktuell in den Kindertageseinrichtungen für die Vorschulkinder angeboten wird, können aufgrund fehlender Personalressourcen derzeit nur in 40 von etwa 130 Darmstädter Kindertagesstätten Schulungen stattfinden. Grundschulen, Erwachsenenbildungseinrichtungen und Altenheime können zurzeit gar nicht beschult werden. Um künftig dem gesetzlichen Auftrag besser nachkommen und weitere Schulungsmöglichkeiten anbieten zu können, konnten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr gewonnen werden, die mit zehn Unterrichtsstunden pro Monat und pro Person ehrenamtlich unterstützen können. In Anlehnung an den Erlass zur Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehr ist hier eine geminderte Aufwandsentschädigung in Höhe von 7 Euro pro Unterrichtseinheit vorgesehen. Zudem werden auch die drei ehrenamtlichen Funktionen in jeder Freiwilligen Feuerwehr, Kleiderwartin oder -wart, Atemschutzkoordinatorin oder -koordinator sowie Hauswartin oder Hauswart finanziell vergütet.
„Die ehrenamtlich tätigen Personen unterstützen die Arbeit der Sachgebiete der Feuerwehr Darmstadt erheblich, da sie direkt in den Freiwilligen Feuerwehren als ansprechbare Personen zur Verfügung stehen. Diese Arbeit ist für die hauptamtlichen Kräfte sehr schwer aufzufangen. In Anlehnung an die Aufwandsentschädigung für die Gerätewartinnen und -warte schlagen wir daher für diesen Bereich eine Entschädigung von 30 Euro pro Person vor, die ehrenamtlich tätig ist“, so Wandrey abschließend.

