Aktiver Umweltschutz macht Spaß

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Zahlreiche und erstaunliche Funde kamen beim CITO, der Müllsammelaktion von Geocachern, rund ums Landratsamt zusammen. Ein Teil der Aktiven präsntierte sich zum Schluss auf einem Gruppenbild. Foto: Kreisverwaltung

Erstes CITO-Event von Kreis und Geocaching-Magazin

Kreis Groß-Gerau – Zwei mit prallen Mülltüten gefüllte 1,1-Kubikmeter-Abfalltonnen, dazu zwei Altreifen, ein Bettgestell, zahllose leere Wodkaflaschen, ein Kochtopf und Sperrmüll – das war das Ergebnis der zweistündigen Müllsammelaktion rund ums Groß-Gerauer Landratsamt am vergangenen Samstag, zu der Kreis und Geocaching-Magazin Groß-Gerau aufgerufen hatten.

Rund 70 Menschen beteiligten sich am erstmalig von der Wirtschaftsförderung des Kreises initiierten Cache in – Trash out (CITO), das bei gutem Herbstwetter zu einem munteren Event, Gedanken- und Informationsaustausch wurde. Einige der Geocacher kamen sogar aus der Pfalz oder dem Saarland angereist, die meisten stammten aber aus dem Kreis Groß-Gerau.

Die Teilnehmenden verbanden ihr Hobby Geocachen (die moderne Schnitzeljagd) mit der guten Tat, von anderen achtlos weggeworfenen Müll aufzulesen und damit Mensch und Natur zu dienen. Die Idee zu diesem ersten CITO war in der fachbereichsübergreifenden AG Freizeit und Tourismus der Kreisverwaltung entstanden. Deren Mitglied Julia Flächsenhaar von der Wirtschaftsförderung sowie Christian Gallus vom Geocaching-Magazin hatten die Veranstaltung maßgeblich organisiert. Mülltonnen und -säcke wurden von der Abfall-Wirtschafts-Service GmbH (AWS) bereitgestellt. Die Martin-Buber-Schule und die Stadt Groß-Gerau liehen Müllgreifer aus.

Elke Grimm, Leiterin des Fachdiensts Untere Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung, stand für Fragen rund um den Naturschutz zur Verfügung. „Müll ist ein großes Thema für den Naturschutz“, sagte sie. „Geocacher*innen liegen die Natur und die saubere Umwelt beim Ausüben ihres Hobbys am Herzen. Schön, dass wir heute einen Beitrag zum Naturschutz leisten konnten und ein reger Austausch stattfand“, betonte Julia Flächsenhaar. Christian Gallus ergänzte im Gespräch, dass keine Caches in Naturschutzgebieten abgelegt würden. Hierfür gibt es klare Regelungen der Geocaching-Community.

Landrat Thomas Will, der den Aktiven einen kurzen Besuch abstattete, zeigte sich beeindruckt von dem Geschehen. „Ich sage allen, die geholfen haben, herzlich danke.“ Und er war sich mit dem Organisationsteam einig: Das CITO soll nicht die letzte Veranstaltung mit dem „GC-Team Kreis Groß-Gerau“ gewesen sein.

ggr

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